- Wohnimmobilien-Transaktionsvolumen im 1. Quartal 2026 bei 1,88 Mrd. Euro - in Q1 2025 bei 2,15 Mrd. Euro
- 3,80 Prozent Spitzenrendite
Cushman & Wakefield verzeichnete am deutschen Wohnimmobilienmarkt im ersten Quartal 2026 ein Transaktionsvolumen von 1,88 Mrd. Euro.
Trotz des Rückgangs um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ist eine klare Tendenz der Markstabilität zu erkennen. Die Dauer der Transaktionsprozesse ist nach wie vor deutlich länger als vor einigen Jahren, in der Pipeline befindliche Deals konnten vielfach noch nicht abgeschlossen werden.
Jan-Bastian Knod, Head of Residential Investment Germany bei Cushman & Wakefield, kommentiert: „Der moderate Rückgang beim Transaktionsvolumen spiegelt weder die momentane Marktaktivität noch das anhaltend hohe Interesse am deutschen Wohnmarkt wider. Wir nehmen eine Vielzahl positiver Signale wahr: Neben ausländischen Investoren, die verstärkt großvolumige Investments suchen, kehrt zunehmend auch inländisches Kapital an den Markt zurück. Dass dabei insbesondere im Neubaubereich wieder Forward Deals abgeschlossen werden, unterstreicht das wachsende Vertrauen in die Assetklasse.“
Nachfrage durch nationales Kapital zunehmend aktiver, Fokus auf Einzeltransaktionen
Im 1. Quartal dominierten Käufe durch nationales Kapital mit einem Anteil von 75 Prozent am gesamten Transaktionsvolumen. Die restlichen 25 Prozent wurden durch internationales Kapital generiert. Dabei fällt auf, dass mit Dreiviertel des Transaktionsvolumens Einzeltransaktionen im Fokus waren, folgerichtig, denn: ausländisches Kapital fokussiert sich vor allem auf großvolumige Portfoliokäufe, nationales Kapital hingegen sucht vornehmlich Einzeltransaktionen bis zu einem mittleren zweistelligen Millionen-Betrag. Allerdings bleiben größere Portfolios im Wohninvestmentbereich insgesamt eine Ausnahme und werden vornehmlich im Core-Bereich mit guten Lagen und guter Objektqualität getätigt. Nationales Kapital bleibt weiterhin selektiver.
Student- und Micro-Living: Hohes Investoreninteresse - Transaktionsaktivität unverändert auf niedrigem Niveau durch geringe Produktverfügbarkeit
Die Nachfrage nach studentischem Wohnraum bleibt auf einem hohen Niveau, während das Angebot nach wie vor deutlich hinter dem Bedarf zurückbleibt. Einige Projekte befinden sich derzeit noch in der Abschlussphase und werden in den kommenden Monaten finalisiert. Vor diesem Hintergrund rechnet Cushman & Wakefield bis Jahresende mit einem spürbar höheren Transaktionsvolumen in diesem Segment – getragen von einem wachsenden Investoreninteresse und einer zunehmend klarer werdenden Preisfindung. Jan-Bastian Knod abschließend zur weiteren Entwicklung des Residential-Investment-Marktes in Deutschland: "Die ausgeprägte Marktdynamik und das wachsende Interesse sowohl nationaler als auch internationaler Investoren bestätigten zu Jahresbeginn, dass die Preisstabilisierung abgeschlossen ist. Das Transaktionsgeschehen wird dabei von zwei Seiten getrieben: der Rückkehr des nationalen Kapitals auf der einen und der anhaltend starken Nachfrage ausländischer Investoren nach großvolumigen Abschlüssen auf der anderen Seite.“
Für 2026 sind laut Cushman & Wakefield zudem einige Abschlüsse von großvolumigen Portfoliotransaktionen sowie eine spürbar zunehmende Aktivität im Student-Housing und Micro-Living-Segment in der Pipeline.