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Wohnimmobilien-Transaktionsvolumen im 3. Quartal 2026 bei 1,65 Mrd. Euro – in Q1–Q3 2026 kumuliert bei 5,75 Mrd. Euro, 1,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum (Q1–Q3 2025: 5,84 Mrd. Euro).
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3,80 Prozent Spitzenrendite – vorerst Stabilität trotz gestiegener Finanzierungskosten
Wohnimmobilien-Transaktionsvolumen im 3. Quartal 2026 bei 1,65 Mrd. Euro – in Q1–Q3 2026 kumuliert bei 5,75 Mrd. Euro, 1,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum (Q1–Q3 2025: 5,84 Mrd. Euro).
3,80 Prozent Spitzenrendite – vorerst Stabilität trotz gestiegener Finanzierungskosten
Cushman & Wakefield verzeichnete am deutschen Wohnimmobilienmarkt im dritten Quartal 2026 ein Transaktionsvolumen von 1,65 Mrd. Euro. Damit lag das Volumen rund 17 Prozent unter dem Vorjahresquartal (1,99 Mrd. Euro) und rund 26 Prozent unter dem starken zweiten Quartal 2026 (2,22 Mrd. Euro). Kumuliert ergibt sich für die ersten drei Quartale 2026 ein Transaktionsvolumen von 5,75 Mrd. Euro – und damit ein nahezu stabiles Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum (5,84 Mrd. Euro, minus 1,6 Prozent).
Jan-Bastian Knod, Head of Residential Investment Germany bei Cushman & Wakefield, kommentiert: "Das dritte Quartal 2026 war von einem selektiveren Investorenverhalten geprägt: Die gestiegenen Finanzierungskosten haben bei den Transaktionen zu Verzögerungen geführt. Gleichzeitig zeigt der hohe Portfolioanteil, dass großvolumiges Kapital, vor allem aus internationalen Quellen, weiterhin gezielt in den deutschen Wohnmarkt investiert.“
Portfoliotransaktionen erstmals in 2026 vor Einzeltransaktionen – internationales Kapital bleibt aktiv
Hatten im ersten Halbjahr 2026 noch Einzeltransaktionen das Geschehen auf dem deutschen Wohninvestmentmarkt dominiert, entfiel im dritten Quartal mit 965 Mio. Euro (59 Prozent) erstmals in einem Quartal in diesem Jahr der Großteil des Transaktionsvolumens auf Portfoliotransaktionen. Gegenüber dem Vorjahresquartal (755 Mio. Euro) entspricht dies bei alleiniger Betrachtung des Portfoliovolumens einem Plus von knapp 28 Prozent. Lokale (487 Mio. Euro) und überregionale Portfolios (478 Mio. Euro) trugen dabei nahezu gleichermaßen bei. Einzeltransaktionen summierten sich hingegen auf 684 Mio. Euro, nach 1,23 Mrd. Euro im dritten Quartal 2025.
Jan-Bastian Knod: „Dabei bestätigte sich das bereits im Vorquartal beobachtete Muster: Internationales Kapital konzentriert sich auf großvolumige, überregionale Portfolios sowie auf Neubauprojekte, während nationale Investoren vorrangig in lokale Portfolios und Einzelobjekte investieren."Die größte Transaktion des Quartals wurde von Net Zero Properties getätigt: Das Unternehmen erwarb von der DWS das sogenannte Polarlicht-Portfolio mit rund 5.600 Wohneinheiten und etwa 333.000 m² vermietbarer Fläche, verteilt auf fünf Standorte in Schleswig-Holstein und Niedersachsen, darunter Flensburg, Neumünster und Bremerhaven. Der Kaufpreis soll Medienberichten zufolge rund 350 Mio. Euro betragen.
Auch bei Projektentwicklungen trat internationales Kapital in Erscheinung: M&G Real Estate sicherte sich für den M&G European Property Fund im Rahmen eines Forward Fundings ein Neubauprojekt mit 145 Mietwohnungen an der Landsberger Allee in Berlin für 56 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
Knod: „Dies unterstreicht den Trend, dass Forward Deals für institutionelle Investoren wieder an Attraktivität gewinnen, um frühzeitig Zugang zu qualitativ hochwertigem Neubauprodukt zu erhalten.“
Insgesamt wurde im dritten Quartal 2026 internationales Kapital in Höhe von 618 Mio. Euro (rund 38 Prozent des Gesamtvolumens) in deutsche Wohninvestments angelegt. Der Anteil liegt damit zwar leicht unter dem Vorquartal (40 Prozent), jedoch mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal (17 Prozent). Investments mit nationalen Kapitalquellen summierten sich auf 1,03 Mrd. Euro und kamen damit auf einen Anteil von 62,5 Prozent. Seit Jahresbeginn entfielen 1,98 Mrd. Euro bzw. 34 Prozent des Transaktionsvolumens auf internationale Investoren.
Student- und Micro-Living: Transaktionsvolumen bleibt verhalten
Die für das zweite Halbjahr 2026 erwartete Belebung im Bereich Student- und Micro-Living hat sich im dritten Quartal noch nicht anhand größerer Abschlüsse manifestiert. Lediglich rund 20 Mio. Euro wurden im dritten Quartal registriert, damit summierte sich das Transaktionsvolumen bei Studentenwohnheimen seit Jahresbeginn auf 91 Mio. Euro, unter anderem wurden zwei Studentenwohnheime mit insgesamt 176 Apartments in Greifswald an einen privaten Investor veräußert.
Projektentwicklungen: Steigendes Interesse auf Investorenseite – mehrere Entwicklungsgrundstücke veräußert
Bemerkenswert sind die Verkäufe mehrerer Grundstücke in Zusammenhang mit der Entwicklung von Student Living - Projekten, allen voran der Erwerb von fünf innerstädtischen Grundstücken in Berlin durch Artprojekt, auf denen neben klassischen Mietwohnungen auch Studenten- und Serviced Apartments entstehen sollen. Zuvor konnte Cushman & Wakefield die BME Group beim Verkauf eines Entwicklungsgrundstücks in der Lützowstraße 74 in Berlin-Tiergarten an J.P. Morgan Asset Management im Joint Venture mit iLive beraten. Geplant ist ein Studentenwohnheim mit 350 Zimmern, die Fertigstellung wird für 2029 erwartet. Ein weiteres Baugrundstück hat Amro Partners in der Wisbyer Straße 38 in Berlin - Prenzlauer Berg erworben. Auf dem Grundstück sollen 450 Betten für Studierende entstehen. Auch bei dieser Transaktion war Cushman & Wakefield beratend tätig.
Jan-Bastian Knod weiter: „Das Interesse internationaler Investoren an Student- und Micro-Living ist ungebrochen. Angesichts der gestiegenen Finanzierungskosten werden Projekte und Plattformen derzeit jedoch deutlich intensiver geprüft, wodurch sich Entscheidungsprozesse verlängern. Wir gehen davon aus, dass sich die laufenden Prozesse zeitversetzt in höheren Transaktionsvolumina niederschlagen werden. Auch neu geschaffene Plattformen werden dazu führen, dass die Transaktionsaktivität sukzessive zunehmen wird.“
Jan-Bastian Knod kommentiert abschließend: „Trotz des geringeren Quartalsvolumens zeigt sich der Wohninvestmentmarkt in einer soliden Verfassung: Nach neun Monaten bewegen wir uns nahezu auf Vorjahresniveau, großvolumige Portfoliotransaktionen kommen wieder zum Abschluss. Investoren agieren disziplinierter, dabei entscheiden die Finanzierungsbedingungen zunehmend darüber, welche Transaktionen tatsächlich realisiert werden. Dies wird auch für das Geschäft im Schlussquartal 2026 entscheidend sein und wird die Akteure auch im kommenden Jahr begleiten.“
Die Spitzenrendite für Mehrfamilienhäuser bleibt nach Einschätzung von Cushman & Wakefield vorerst stabil bei 3,80 Prozent.