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Single im Alter: Wie moderne Pflegeeinrichtungen zum sozialen Netz werden

Verena Bauer • 07/03/2022
Umfrage Wohnen Civey Umfrage Wohnen Civey

23 Millionen Singles leben aktuell in Deutschland. Ein nicht unerheblicher Anteil fühlt sich damit auch wohl. Was früher eher ungewöhnlich war – besonders wenn die 30 überschritten war – wird heute mehr und mehr zum Ausdruck einer Generation, die Unabhängigkeit liebt und das Zusammenziehen mit einem Partner auch gerne mal kritisch beäugt. Denn mit dem Paket „Lebenspartner“ kommt nicht nur idyllische Zweisamkeit ins Haus, sondern auch Pflichten, Rücksichtnahme und manchmal Diskussionen. Mit ihrer neuen Flexibilität im Kopf eröffnen sich für Singles oder auch Paare Wahlmöglichkeiten: nämlich alleine in der eigenen Wohnung zu leben oder eben die vier Wände zu teilen. 

Was für jüngere Generationen nach Freiheit klingen mag, sieht für ältere Menschen schon ganz anders aus. Wenn die Mobilität sinkt, kippt das Alleinleben schnell in Richtung Einsamkeit, Bedürftigkeit und sozialer Isolation. Und immerhin machen die über 70-Jährigen den Großteil der alleinlebenden Menschen in Deutschland aus. Moderne Wohnkonzepte fürs Alter gewinnen damit an Bedeutung und gesellschaftlicher Brisanz. Im Jahr 2050 werden immerhin schon ein Drittel unserer Mitmenschen über 60 sein und in genau diese Situation rutschen: Jeder Besuch der Familie wird schnell zum lang ersehnten Highlight. 

Moderne Pflegekonzepte reagieren auf diesen Wandel mit neuen Formaten: Alters-WGs, mobile Betreuungsdienste fürs eigene Zuhause oder altersgerechte Quartiersentwicklungen sprießen aus dem Boden. So wird die Pflegeeinrichtung zum sozialen Netz, das das Fehlen der Großfamilie auffangen soll. Doch was genau wünschen sich die Menschen heute mit Blick in eine altersangemessene Zukunft? Von welchen Faktoren hängen diese Pläne ab? Vom Familienstand? Vermögen? Sozialem Status? Der Region, in der man lebt? Und wie können wir bereits heute zukunftssichere Pflegeformen konzipieren? Wir haben nachgefragt. 

 

Seniorenresidenzen: Hoher Standard für einen schönen Lebensabend

  

Auf Land- und Stadtkreisebene zählen Seniorenresidenzen zu den präferierten Wohnformen im Alter. Sie bieten den Bewohnern hohe Standards, luxuriöse Ausstattung und Flexibilität. Und sind ein Gegenmodell zu den eher gefürchteten Senioren- und Altenheimen. Als Form des betreuten Wohnens bieten sie Menschen im Alter größtmögliche Selbstbestimmtheit. Individuell zubuchbare Pflegeleistungen erleichtern mit fortschreitender Pflegebedürftigkeit das Leben.

In lediglich acht Landkreisen stehen die Mehrgenerationenhäuser noch vor den Seniorenresidenzen. In den neuen Bundesländern liegt diese Präferenz deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Mehrgenerationenhäuser erlauben es älteren Menschen mit einer jüngeren Generation unter einem Dach zu leben und so im Austausch zu bleiben.

Mehr Auswahl: Führungskräfte mit (Alters-)Vision 

  Das Gehalt und die berufliche Position wirken sich auf die Wahl des Alterswohnsitzes aus: Menschen mit stärkerer Kaufkraft favorisieren Seniorenresidenzen häufiger als Personen mit geringerem Einkommen. Ein Grund dafür könnten die im Vergleich höheren Kosten sein. Gleiches gilt für einen höheren beruflichen Status: Während 57 Prozent der Beamten Seniorenresidenzen bevorzugen, präferieren gerade einmal 32 Prozent der Arbeiter diese Wohnform. Ein Viertel der Arbeiter gaben an, noch keine Ahnung zu haben, wie sie im Alter leben möchten. Diese Gruppe zeigt eine deutlich größere Unsicherheit als beispielsweise leitende Angestellte: hier sind es nur 9 Prozent, die es noch „nicht wissen“.

Residential Survey Civey

Alternative Modelle: Klassische Altenheime brauchen frischen Wind

   

Auch unabhängig des Alters ziehen die Befragten Seniorenresidenzen mit angegliederten Wohnungen für Betreutes Wohnen vor. An zweiter Stelle steht die häusliche Pflege in Mehrgenerationenhäuser. Jüngere Menschen haben eine weniger klare Präferenz:14,3 Prozent der 18- bis 29-Jährigen wissen heute noch nicht, wie sie im Alter leben möchten. Der Wert der noch Unsicheren sinkt mit zunehmendem Alter, wenn eine Entscheidung näher rückt. 

Senioren- und Altenheime sind über alle Altersgruppen hinweg wenig beliebt. Jüngere und über 65-Jährige sehen diese Art des Wohnens noch am unkritischsten. In der Mitte des Lebens scheint diese Wohnform am wenigsten attraktiv zu sein. In keiner Altersgruppe sind es jedoch mehr als fünf Prozent, die diese traditionelle Form der Pflege als gewünschtes Modell für den eigenen Lebensabend sehen. 

 

FAZIT:

Es bleibt noch viel zu tun bis 2050, wenn jeder Dritte über 65 Jahre alt ist und auf alternative Pflegekonzepte hofft. Eine lukrative Spielwiese für kreative Entwickler und Investoren, die in eine gesellschaftlich hochrelevante Assetklasse anlegen möchten.

 

 

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Die Bedürfnisse der Bewohner stehen noch mehr als zuvor im Mittelpunkt von Entwicklern, Betreibern und Investoren. Die Asset-Klasse Pflegen kann mit innovativen Konzepten neu besetzt werden und ist hochrelevant.

 

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Jan-Bastian Knod

Head of Residential Advisory und Healthcare Advisory 

  

 

KONTAKT

Jan Bastian Knod

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